Bietigheimer Tag

Schon seit 1921 findet der "Bietigheimer Tag" statt - dabei kommen SPD und Evangelische Kirche ins Gespräch. Er wird federführend vorbereitet und durchgeführt von einem Team aus SPD und Evangelischer Gesamtkirchengemeinde Bietigheim.

Der Bietigheimer Tag beginnt um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche, in dem der/die Referent/in der Kirche die Predigt übernimmt. Danach hält der/die Referenten/in der SPD ein Referat zum Thema. Im Anschluss daran findet im Gemeindehaus (gegenüber der Stadtkirche) eine offene Podiumsdiskussion statt.

Der Bietigheimer Tag ist ein Tag des Dialogs. Vom Bietigheimer Tag gingen und gehen immer wieder wichtige Impulse für das gesellschaftliche, politische und kirchliche Handeln aus - lokal und regional. So arbeiten z.B. seit dem Bietigheimer Tag 2004 (Thema: "Ohne Kinder sehen wir alt aus") Kirche, SPD und Kommune gemeinsam an einem "Bündnis für Familien" in der Stadt.

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Bietigheimer Tag, Sonntag, 15. März 2020, Stadtkirche Bietigheim

Der diesjährige Bietigheimer Tag trägt das Motto: Wohnen im Wandel - vom Nebeneinander zum Miteinander. Er beginnt am Sonntag, 15. März 2020, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche. Die Predigt und damit zugleich das Hauptreferat für die Kirche hält Dr. Dörte Bester. Sie ist seit 2016 Direktorin und theologischer Vorstand der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg. Im Anschluss folgt das Referat der SPD. Es spricht Harry Mergel, der Heilbronner Oberbürgermeister und Ausrichter der Bundesgartenschau 2019.

Danach findet im Gemeindehaus gegenüber der Stadtkirche eine offene Podiumsdiskussion statt. Neben den beiden Hauptreferenten wirken mit: Claudia Mocek, Chefredakteurin der Bietigheimer Zeitung und Martin Strecker, Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands Ludwigsburg. Ergänzende Beiträge kommen von Margot Müller, Vereinsvorsitzende der Siedler- und Gartenfreunde Bietigheim-Sand und Bissingen sowie von Bernd Klein, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Wohn- und Lebensqualität in Untermberg - Sympathie für Untermberg.

 

Vorprogramm Samstag
Exkursion mit dem Bietigheimer Tag nach Heilbronn:

Gutes Leben miteinander - Quartiers- und Stadtentwicklung konkret

Im Rahmen des diesjährigen Bietigheimer Tags findet am Samstag, 14. März 2020, eine Exkursion nach Heilbronn statt. Oliver Toellner, Leiter der Planung und Ausstellungskonzeption der zurückliegenden Bundesgartenschau (BUGA) stellt in der BUGA-Geschäftsstelle in der Edisonstraße 25 zunächst die Konzeption des neuen Quartiers Neckarbogens vor.
Bei einem Rundgang durch das Gelände wird er dann vor Ort zeigen, was bereits entstanden ist wie an dem modernen und innovativen Quartiert weitergebaut wird. Dabei stehen die Aspekte der Flächenaufteilung mit der Mischung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Freiräumen wie auch das Mobilitätskonzept im Vordergrund. Es geht auch um die konkrete Umsetzung des Anspruches, eine hohe Wohn- und Lebensqualität mit einem attraktiven sozialen Miteinander im Quartier zu verbinden. Weitere Punkte sind die Einbindung des Quartiers in das Gesamte der Stadt und die Bürgerbeteiligung, die zu einer hohen Akzeptanz und zum Einvernehmen in der Bevölkerung geführt hat.

Die An- und Rückfahrt erfolgt mit dem Bus. Abfahrt ist um 13 Uhr an der Haltestelle beim Kronenzentrum in Bietigheim und um 13.10 Uhr an der Haltestelle beim Rathaus in Bissingen. Die Einführung in Heilbronn beginnt um 14 Uhr. Der Umgang wird gegen 16 Uhr beendet sein.
Die Teilnahme und die Fahrt sind kostenfrei. Es können 35 Personen teilnehmen.
Anmeldung unter Tel. 07142/42038 und E-Mail info@bietigheimer-tag.de

Zur Geschichte des Bietigheimer Tags

Der Bietigheimer Tag ist das Gespräch zwischen Evangelischer Kirche und Sozialdemokratischer Partei Deutschlands. Im Jahr 1921 wurde der Bietigheimer Tag durch den Bietigheimer Stadtpfarrer Hand Völter ins Leben gerufen. Seit 99 Jahren steht beim Bietigheimer Tag der Dialog im Vordergrund, bei dem die Suche nach gemeinsamen Werten im Vordergrund steht. Vom Bietigheimer Tag gingen und gehen immer wieder wichtige Impulse für das gesellschaftliche, politische und kirchliche Handeln aus.
Der Bietigheimer Tag wird von einem Team der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Bietigheim und dem SPD-Ortsverein Bietigheim-Bissingen vorbereitet und durchgeführt. Federführend für die Kirche ist Pfarrer Bernhard Ritter und für die SPD Pfarrer Thomas Reusch-Frey. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Jürgen Kessing übernommen.

Zu den bedeutendsten Referentinnen und Referenten gehörten u.a. Gerhard Schröder, Johannes Rau, Wolfgang Thierse, Hertha Däubler-Gmelin, Erhard Eppler, Gesine Schwan, Kurt Beck.

Themen und Referent/innen der letzten Jahre

2019

Thema: „Demokratie leben – jetzt erst recht“
SPD: Andreas Stoch, MdL, Vorsitzender der SPD in Bad.Württ.
Kirche: Professor Reiner Anselm aus München (Predigt)
Teilnehmer/innen beim Podiumsgespräch: Barbara Traub, Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Stuttgart, Wolfgang Antes, Geschäftsführer des Demokratiezentrums in Sersheim, Tamer Aydemir, Student und Juso-Mitglied, und dem leitenden Redakteur der Bietigheimer Zeitung, Jörg Palitzsch.

2018

Thema: Respekt! Wege aus der zunehmenden Verrohung der Gesellschaft
SPD: Jürgen Kessing, Oberbürgermeister Bietigheim-Bissingen und Präsident des DLV
Kirche: Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der EKD

Themenpredigt Dr. Claussen
Vortrag OB Kessing

2017

Thema: Freiheit und Gerechtigkeit - Impulse der Reformation
SPD: Leni Breymaier, SPD-Landesvorsitzende
Kirche: Dr. h.c. Frank Otfried July, Bischof der Evang. Landeskirche Württemberg

2016

Thema: Industrie 4.0 - Arbeit 0.0? Wer gewinnt, wer verliert?
SPD: Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg
Kirche: Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD

2015

Thema: Frieden schaffen mit/ohne Waffen
SPD: Staatsminister Michael Roth
Kirche: Prälat Prof. Dr. Christian Rose

2014

Thema: Suchet der Stadt Bestes -miteinander wohnen und leben
SPD: Dr. Peter Kurz Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Kirche: Hans-Peter Ehrlich Stadtdekan i .R ., Stuttgart

2013

Thema: Ins Netz gegangen - wie die neuen Medien die Gesellschaft verändern
SPD: Dipl.-Psych. Katharina Oerder, stellv. Bundesvorsitzende der Jusos in der SPD
Kirche: Pfarrer Ulrich Kasparik, Initiator von Internetprojekten

2012

Thema: „klassenlose Bildungsgesellschaft? Bildungsgerechtigkeit durch Chancengleichheit“.
SPD: Frau Warminsky-Leitheußer, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg
Kirche: Professor Friedrich Schweitzer, evangelisch-theologische Fakultät der Universität Tübingen

2011

Thema: "Die multireligiöse Gesellschaft".
SPD: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse.
Kirche: OKR Dr. Martin Affolderbach, Kirchenamt der EKD Hannover.

2010

Thema:„Der Sozial(e) Markt.“
SPD: Dr. Nils Schmid, Landesvorsitzender
Kirche: OKR Dieter Kaufmann

2009

Thema: "Kommune und Kirche – Gesellschaft gemeinsam gestalten"
SPD: Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und Präsident des Städtetages
Kirche: Paul Dieterich, Prälat i. R., Weilheim-Teck

2008

Thema: "Vor uns die Sintflut?" - Unsere Verantwortung für die Erde
SPD: Michael Müller MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium und Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands
Kirche: Gabriele Wulz, Prälatin der Prälatur Ulm

2007

Thema: "Was bist Du wert?" - Kostenfaktor Mensch
SPD: Ursula Engelen-Kefer, Mitglied im Parteivorstand der SPD
Kirche: Frank O. July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

2006

Thema: "Ohne Bürger ist kein Staat zu machen"
SPD: Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, MdB Bundesministerin a.D.
Kirche: Henry von Bose, Kirchenrat und Mitglied im Vorstand des Diakonischen Werks Württemberg

2005

Thema: "Was ist gerecht?"
SPD: Prof. Dr. Gesine Schwan, Europa-Universität Viandrine, Frankfurt (O)
Kirche: Eberhardt Cherdron, Kirchenpräsident Speyer

2004

Thema: "Ohne Kinder sehen wir alt aus"
SPD: Renate Schmidt, MdB, Berlin, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kirche: Helmut Beck, Vorstandsvorsitzender DWW

2003

Thema: "Menschen nach Maß – Bioethik zwischen Heilen und Töten"
SPD: Margot von Renesse, ehemalige Vorsitzende der Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin
Kirche: Prof. Dr. Günter Altner, Biologe und Theologe

2002

Thema: "Nachhaltige Entwicklung – Wie wollen wir morgen leben?"
SPD: Heidemarie Wieczorek-Zeul, MdB, Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Kirche: Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin Brot für die Welt

2001

Thema: "Ausländer rein? Möglichkeiten und Grenzen von Zuwanderung"
SPD: Otto Schily, MdB, Minister des Innern, Berlin
Kirche: Bischof iR Karl Ludwig, Lübeck

2000

Thema: "Wie lernen wir und wozu? – Von der Informationsgesellschaft zur Wissensgesellschaft"
SPD: Edelgard Bulmahn, MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Kirche: Martin Klumpp, Prälat, Stuttgart

1999

Thema: "Was ist DEUTSCH?"
SPD: Dr. Reiner Höppner, MdL, Ministerpräsident des Landes Sachsen Anhalt
Kirche: Jens Timm, Oberkirchenrat und Geschäftsführer des DWW; Stuttgart

1998

Thema: "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit"
SPD: Dr. Henning Scherf, Bürgermeister und Präsident des Senats der freien Hansestadt Bremen
Kirche: Jo Krummbacher, Direktor der Evang. Akademie Bad Boll

1997

Thema: "Immer mehr wissen - immer weniger verstehen?"
SPD: Kurt Beck, MdL, Ministerpräsident Rheinland Pfalz
Kirche: Werner Frank, Dekan, Schwäbisch Gmünd

1996

Thema: "Nie wieder Krieg"
SPD: Rudolf Scharping, MdB, Bonn, Vors. der SPD
Kirche: Eberhardt Renz, Landesbischof, Stuttgart

1995

Thema: "Wa(h)re Werte"
SPD: Claus Weyrosta, MdL Bietigheim
Kirche: Dorothea Margenfeld, Prälatin, Ludwigsburg

1994

Thema: "Geht uns die Arbeit aus?"
SPD: Gerhardt Schröder, MdL, Hannover, Ministerpräsident Niedersachsen
Kirche: Rolf Engelhardt, Industriepfarrer, Ulm